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War Goethe Schillers Flöte?

100 Fragen zu Leben und Werk des Dichters 

Auszug aus dem Vorwort:

"Da hingen sie. Ringsum im Treppenhaus. Und jeden Tag kamen neue hinzu, bis es 100 waren. Wer im Herbst des Goethe-Jahres 1999 die Stiegen im Stadtarchiv Hannover erklomm, bezwang einen Bildergipfel besonderer Art: Am Treppengeländer prangten mehr oder weniger sonderbare »Fragen zu Goethe«. [...]

Das Ergebnis liegt hier nun erstmal gesammelt vor und wird durch Zeichnungen von F.W. Bernstein passgenau ergänzt. [...]"

Hendrik Brandt
Ressortleiter Kultur
Hannoversche Allgemeine Zeitung

Leseprobe:



Wo hatte Goethe die Idee zum »Wilhelm Tell«?

Dumme Frage: in der Schweiz natürlich. Im Herbst 1797 bereiste Goethe die Gegend um den Vierwaldstätter See und die "Schwyzer Hacken", wo ihn die Eingeborenen mit der "Fabel vom Tell" bekanntmachten. Sofort spürte er den Reiz, in diesem "beschränkten", doch "höchst bedeutenden Lokal" ein hexametrisches Epos über "Tell und seine wackeren Zeitgenossen" anzusiedeln. Den Titelhelden dachte er sich als einen "kolossal kräftigen Lastträger", den Landvogt als "behaglichen Tyrannen". Schade, war ein schöner Plan. Doch schließlich überließ Goethe den Stoff einem befreundeten Kollegen, der dann wohl ein Drama daraus gemacht hat.